hybrid
SP-Schnüffler

Registriert seit: Mai 2005
Wohnort:
Verein:
Beiträge: 675
Status: Offline
|
Berge und Bäume bremsen den Wind auch. Ernstgemeinte Frage: Um wieviel % würde der Wind denn gebremst werden, wenn man alle nötige Energie aus Windkraft gewinnen würde? Wenn der Wind gebremst wird hat das den positiven Effekt der Normalisierung. Durch die Klimaveränderung wird der Wind nämlich stärker. (Und durch das abholzen der Wälder (ganz Europa war mal Wald) ist er das schon lange) Der Boden wird auch nicht kälter, sondern wärmer, weil die Albedo der Solarzellen niedriger ist als die des Bodens. (Beim Asphaltieren und Hausdach-Bauen hat sich allerdings noch keiner Gedanken über diesen Effekt gemacht, obwohl die Flächen viel größer sind als irgendwelche Sonnenkraftwerke. Warum also plözlich Skepsis bei Photovoltaik? FUD?? Zitat: Bei Öl und Kohle greift man nicht direkt in laufende Prozesse ein, da diese Energieträger vor langer Zeit eingelagert wurden.
Genau weil man den Energieträger bzw. seinen Rückstand in die bisher geschlossenen Kreisläufe einbringt, greift man ein. Der CO2-Gehalt der Luft ist schon über 30% höher als er in den letzten zig hunderttausend Jahren jemals war! Und Du sorgst Dich um angebliche Windbremsung im Promillebereich?! Ethanol aus Getreide ist eine ziemlich ineffiziente Art, Biomasse in einen transportablen Energieträger zu verwandeln. Zeigt aber sehr schön, wie wahnsinnig viel Energie ein ineffizientes Angeberauto mit Verbrennungsmotor verbraucht. Man muss doch nicht mal essbare Pflanzen dazu verwenden. In Zukunft sollte man sowieso vom V-Motor wegkommen, der mit unter 30% eta dem E-Motor (über 90% + Bremsenergie-Rückgewinnung und kein Verbrauch im Stand) gnadenlos unterlegen ist. Wäre schon mal weniger als ein Drittel Energiebedarf zum Autofahren! Wenn man dann noch eine nicht ganz so fette Schrankwand annimmt kommt man auf ein Sechstel. Wenn diese Energie auch noch aus Wind/oder Sonne gewonnen würde, bräuchte man niemanden hungern zu lassen, um Auto zu fahren. (zumal niemand hungert, weil es zu wenig gibt, sondern nur, weil es falsch verteilt ist) Grüße Malte
Geändert von hybrid am 09. Mai 2007 um 21:37
|
Neil
99.9% harmless nerd
Administrator

Registriert seit: Aug 2000
Wohnort: Delft
Verein: SOLARIS
Beiträge: 7776
Status: Offline
|
Hi, habe mal einen Bericht gesehen über Bauern die mit Weizen heizen. Für die ist der eigene Weizen preiswerter als Holz oder andere Brennstoffe einzukaufen. Der Weizen wäre eh als Überproduktion vernichtet worden. Früher war ganz Europa bedeckt mit Bäumen. Die haben den Wind deutlich besser abgebremst als heutige Windkrafträder. aber trotzdem ist dieser Punkt interessant. Wieviel MW ziehen wir aus der Atmosphere heraus, und wieviel steckt da drin? Ich hatte mal die Idee gehabt Autobahnen komplett zu überdachen. Hat den Vorteil, das der Teer kleinere Temperaturschwankungen aushalten muss, die Sonne nicht mehr blendet, die Fahrbahn trocken bleibt und das Dach begrünt oder mit Solarzellen bedeckt werden könnte. Diese könnten dann über Induktionsschleifen in der Fahrbahn die Autos antreiben so in etwa wie die Magnetschwebebahn. Hat dann sogar den Vorteil, das man nicht einem drauf fahren kann Gruß Neil
Die Erde ist eine Scheibe. Egal in welche Richtung sich die Menschheit bewegt, sie geht immer auf einen Abgrund zu.
|
Peter
alias James "Pond"
Moderator

Registriert seit: Sep 2000
Wohnort: D-84034 Landshut
Verein: Solaris-RMB
Beiträge: 2235
Status: Offline
|
Zitat: Original geschrieben von Dino Mir ist es, ehrlich gesagt, ziemlich egal, was genau für den Klimawandel verantwortlich ist, so lange sich in den Köpfen der Menschen dadurch der Wachstums- und Ausbeutungsideologie ein paar Fragezeichen entgegen stellen, und das scheint langsam zu funktionieren.
Der Gedanke ist nachvollziehbar, aber nicht ohne Risiko. Alternativ zur Fokussierung auf CO2 gibts ja beispielsweise die Theorie, daß der Klimawandel ganz wesentlich von der Sonnenaktivität abhängt, und das seit Urzeiten. Was mir übrigens einleuchtet, denn die Sonne ist unsere wesentliche Energiequelle. Ohne Sonne wären wir eine dunkle, kalte und tote Steinkugel, die auch von einer Atmosphäre aus reinem CO2 nicht erwärmt werden könnte. Nehmen wir also mal an, die Sonne wärs, und CO2 spielt nur eine unbedeutende Nebenrolle. Aber weil wir uns mit der erstbesten Erklärung zufrieden geben und sie mit religiöser Inbrunst glauben, verschwenden wir weltweit Milliarden, ja Billionen im Laufe der Jahre um CO2 zu reduzieren. Das füllt die Taschen all der Cleverles, die genau wissen wie man uns abzockt. Zum Beispiel die Konten der "Heuschrecken", die sich am Emissionshandel zu bereichern wissen. Und natürlich die Konten derer, die mit "Biosprit" reich werden, zu dessen Herstellung immense Anbauflächen benötigt werden, was dann genau zu dem Konflikt führt, den der Artikel beschreibt: Diese Anbauflächen werden den 2 Milliarden Ärmsten fehlen. Zynisch gesagt: Die Ärmsten z.B. in Bangladesh werden es nicht mehr erleben, daß sie vom langsam ansteigenden Meeresspiegel überflutet werden, weil sie längst vorher verhungert sind- sie konnten die Preise für Grundnahrungsmittel nicht mehr bezahlen.
|
hybrid
SP-Schnüffler

Registriert seit: Mai 2005
Wohnort:
Verein:
Beiträge: 675
Status: Offline
|
WENN es denn die Sonne ist, dann sollten sich doch einfachere Beweise dafür finden lassen, als eine momentane Erwärmung des Mars?! z.B. eine Erwärmung des Mondes, der ja ohne eigenes Klima einer erhöhten Sonneneinstrahlung temperaturmäßig direkt folgen müsste. Hier mal drei Graphen, bei denen die oberen beiden die Sonnenaktivität (per C14-Messung rekonstruiert) und die Temperatur der letzten 1100 bzw 1000 Jahre zeigen. (die obere Grafik war leider in der falschen Richtung, ich habe sie daher gespiegelt.  In der Vergangenheit erkennt man ein wenig einen Zusammenhang. Die C14-Methode kann aber nur 50-60 Jahre in die Vergangenheit schauen, daher die "echten" Zahlen als letztes Bild. Leider folgt die momentane Erwärmung nicht mehr der Sonnenaktivität, sondern geht weit darüber hinaus. Sonne scheidet also aus... Grüße Malte
Geändert von hybrid am 14. Mai 2007 um 00:32
|
Neil
99.9% harmless nerd
Administrator

Registriert seit: Aug 2000
Wohnort: Delft
Verein: SOLARIS
Beiträge: 7776
Status: Offline
|
Zitat: Aber weil wir uns mit der erstbesten Erklärung zufrieden geben und sie mit religiöser Inbrunst glauben, verschwenden wir weltweit Milliarden, ja Billionen im Laufe der Jahre um CO2 zu reduzieren. Das füllt die Taschen all der Cleverles, die genau wissen wie man uns abzockt. Zum Beispiel die Konten der "Heuschrecken", die sich am Emissionshandel zu bereichern wissen.
Das man sich an der Katastrophe bereichern kann haben schon viele festgestellt. Wieso auch nicht, es kann doch jeder machen wenn er Lust hat und es mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Der Trend der Käuferverarsche ist aber älter als die Klimakatastrophe. Denken wir nur an das 3l Auto. Das gab es, war aber sehr teuer. Leider fährt keiner ein 3l Auto, weil ein Auto mit 177PS oder Klimaanlage oder noch besser ein SUV mit 1t zuviel Masse als nötig besser ist. Der neuste Trend ist jetzt zu sehen. Er nennt sich Hybrid. Warum den Zwischenschritt machen wenn man doch direkt schon mit Elektroauto fahren könnte? Warum plötzlich Biokraftstoffe loben wenn es vor 15 Jahren in Indien ein Auto gab was mit Erdnussöl fuhr? Oder vor dem 2ten Weltkrieg Holzvergaserautos. Das Rad wird immer wieder neu erfunden um die Konsumenten immer wieder neu abzuzocken. Gruß Neil
Die Erde ist eine Scheibe. Egal in welche Richtung sich die Menschheit bewegt, sie geht immer auf einen Abgrund zu.
|
Hermann
SP-Schnüffler

Registriert seit: Okt 2002
Wohnort: Göttingen
Verein:
Beiträge: 907
Status: Offline
|
Zitat: Warum plötzlich Biokraftstoffe loben wenn es vor 15 Jahren in Indien ein Auto gab was mit Erdnussöl fuhr? Oder vor dem 2ten Weltkrieg Holzvergaserautos
Den ersten Motor der einen sogenannten Biokraftstoff verbrannt hat, hat Rudolf Diesel entwickelt. So wie ich weiß. steht der Motor im Deutschen Museum. Als Brennstoff wurde Rapsöl verwendet. Er hat schon damals ökologisch weit vorausgedacht.  Gruß: Hermann
Risiko ist die Bugwelle des Erfolgs. (Carl Amery)
|
Oliver Arend
Administrator
Administrator

Registriert seit: Aug 2000
Wohnort: Great Falls, VA, USA
Verein: RMV/Solaris/AGM/TRA L1/TCV/MDRA/NOVAAR
Beiträge: 8372
Status: Online
|
Man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, dass Raps- oder Maisöl "umweltfreundlich" ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gut ist wenn wir die Fläche Kasachstans (oder mehr...) mit Raps zupflastern müssen um den Dieselbedarf zu decken... der einzige Vorteil wäre der geschlossene CO2-Kreislauf.
Oliver
|
Turambar
SP-Schnüffler
Moderator

Registriert seit: Jun 2005
Wohnort: Österreich
Verein:
Beiträge: 874
Status: Offline
|
Zitat: Original geschrieben von Oliver Arend
Man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, dass Raps- oder Maisöl "umweltfreundlich" ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gut ist wenn wir die Fläche Kasachstans (oder mehr...) mit Raps zupflastern müssen um den Dieselbedarf zu decken... der einzige Vorteil wäre der geschlossene CO2-Kreislauf.
Oliver
Ganz genau. Wir würden sozusagen ganze Länder mit 2 oder 3 sorten Getreide (o.Ä.) zupflanzen. Was haben wir dann? Monokulturen! Nur weil wir jetzt andere Probleme haben, sollten wir bei der Lösung dieser nicht dieselben Fehler machen, wie sie schon im Kolonialismus gemacht wurden. Außerdem mag ich mir die Katastrophe gar nicht vorstellen, wenn riesige Plantagen durch irgendeinen Schädling vernichtet werden. Dann haben wir wieder extreme Preissteigerungen. Mal davon abgesehen habe ich die Regelungswut der EU im Kopf. Glaubt denn einer wirklich dass der Bauer seinen eigenen Raps pressen und das als Treibstoff nutzen darf? Aber sicherlich nicht! Auch der "Biotreibstoff" wird zusätze und Ähnliches haben. Die Vorstellung "vom Feld in den Tank" ist für mich romantischer Schwachfug. Auch wenns heute so ist, wenn sich Biotreibstoff tatsächlich mal richtig durchsetzt, wird es Auflagen ohne Ende geben. Stefan
Bei der Eroberung des Weltraums sind zwei Probleme zu lösen: Die Schwerkraft und der Papierkrieg. Mit der Schwerkraft wären wir fertig geworden. - Wernher Freiherr von Braun
http://are.modellraketen.at
MfG Stefan
|
Peter
alias James "Pond"
Moderator

Registriert seit: Sep 2000
Wohnort: D-84034 Landshut
Verein: Solaris-RMB
Beiträge: 2235
Status: Offline
|
Zitat: Original geschrieben von Neil Das man sich an der Katastrophe bereichern kann haben schon viele festgestellt. Wieso auch nicht, es kann doch jeder machen wenn er Lust hat und es mit seinem Gewissen vereinbaren kann.
Wer weiß, was ein hartgesottener Katastrophengewinnler alles mit seinem Gewissen vereinbaren kann? Er könnte zum Beispiel glauben, daß die bereits mehrfach zitierten 2 Milliarden der Ärmsten ruhig verhungern sollten, weil sie eh zu nichts nütze sind. Wenn Du dir dann noch vorstellst, Du selbst gehörst zu einer benachteiligten Gruppe und bist von der Gnade irgendwelcher Profiteure abhängig- also ich weiß nicht. Aber ursprünglich wollte ich auf etwas anderes hinaus. Was mich an der laufenden Klimadebatte abstößt, ist die schrille Hysterie, die da ganz bewußt beranstaltet wird. Besonnene Leute tragen sachliche Argumente vor und lassen auch einen gegensätzlichen Standpunkt gelten? Ja von wegen. Es herrscht Meinungszwang und Denkverbot, nur das Nachbeten der vorgekauten Klimaliturgie kann dich davo bewahren, ein "Klimaketzer" zu werden, ein geächteter Außenseiter. Vielleicht ist das ein Kennzeichen unserer Zeit? Deutschland sucht den Superstar, und die Welt sucht die Superkatastrophe? Irgendwie gibt es seit einigen Jahren immer weniger rationale Auseinandersetzungen, sondern nur noch den heiligen Krieg. Ob der fanatische Dschihad gegen den Westen, oder der kompromißlose Ausrottungsfeldzug gegen die Raucher, oder der gnadenlose Kampf gegen den Terror oder nun der heilige Krieg gegen die Klimakatastrophe- irgendwie fühlt sich das für mich gleich an. Vor 40 Jahren waren die Moslems keine Terroristen, die westliche Welt protzte noch mit ihrer Freiheit gegenüber dem kommunistischen System, mein Opa durfte sich noch die Zuban reinziehen und ein um 2 Grad wärmeres Wetter wurde von den Leuten unbefangen als erfreuliche Entwicklung begrüßt. Vielleicht sind wir einfach nur planetenweit bekloppt?
Geändert von Peter am 14. Mai 2007 um 23:14
|
Neil
99.9% harmless nerd
Administrator

Registriert seit: Aug 2000
Wohnort: Delft
Verein: SOLARIS
Beiträge: 7776
Status: Offline
|
Hi,
vielleicht fehlt uns ja die Angst des kalten Krieges? Jetzt müssen wir uns was anderes suchen wie wir unter gehen könnten. Hauptsache es kostet Geld.
Gruß
Neil
Die Erde ist eine Scheibe. Egal in welche Richtung sich die Menschheit bewegt, sie geht immer auf einen Abgrund zu.
|
|